Tageskurs Sorbische Ostereier
Sorbische Ostereier sind aufwendig verzierte Eier aus der Lausitz, einer Region in Deutschland, in der das westslawische Volk der Sorben lebt. Sie gelten als echtes Kunsthandwerk und sind bekannt für ihre feinen, symbolreichen Muster.
Die Tradition reicht mehrere Jahrhunderte zurück – vermutlich bis ins Mittelalter.
Die Sorben haben daraus einen besonders kunstvollen Brauch entwickelt, der bis heute gepflegt wird.
Es gibt mehrere typische Verzierungstechniken:
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Wachsreservetechnik
Mit heißem Wachs werden Muster aufgetragen, dann wird das Ei gefärbt. Die Wachsmuster werden wieder abgeschmolzen und es erfolgt der nächste Auftrag.
→ Ergebnis: äußerst farbenfrohe Eier.
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Kratztechnik
Das Ei wird zuerst gefärbt, dann werden Muster hineingekratzt.
→ sehr feine Linien möglich
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Wachsbossier-Relieftechnik
Wachs wird plastisch aufgetragen, sodass ein leicht erhabenes Muster entsteht.
In einem Tagesworkshop (nach Rücksprache auch Übernachtung möglich) in historischem Ambiente wird jeweils eine der Techniken erklärt und an unseren eigenen Eiern ausgeführt.